Tipps & Tricks: Die richtige Bildauflösung

Wusstest du, dass du viel mehr Details aus deiner Illustration zaubern kannst, wenn du sie einfach dreimal so groß anlegst? Früher habe ich mich vor diesen Trick gedrückt wo es nur ging, schließlich hätte ich drei mal so viel zeichnen müssen. Das ist allerdings falsch und ein großer Fehler den ich viele Jahre lang begangen habe!

Tatsächlich ersparst du dir eine Menge Zeit, wenn du dir deine Bilder in der zwei bis dreifachen Größe anlegst. Die Sache ist nämlich die folgende: Durch die größere Arbeitsfläche nutzen wir automatisch einen größeren Pinsel. Unsere Pinselstriche werden schwungvoller und raumergreifender, was uns zusätzlich zu mehr Selbstvertrauen verhilft. Die späteren Details werden mittels schwache Schraffuren angedeutet. Skalieren wir nun das Bild um 50-75% herunter, verschmilzt unsere Zeichnung ineinander. (Da jegliche zu viel enthaltenen Bildinformationen – also Pixel – verloren gehen)

 

Was hat das bitte mit Selbstvertrauen zu tun?

Ganz einfach: Dadurch dass dir mehr Fläche zum zeichnen zusteht, bleibt dir mehr Raum, um längere oder größere Pinselstriche zu ziehen. Du wirst sehen Licht und Schatten lassen sich viel besser setzen als in einer niedrig auflösenden Grafik. Du wirst merken, dass du schließlich weniger Pinselstriche benötigst und ein Gefühl bekommst wie du am besten Tiefe in dein Bild bekommst. Dieses kleine Erfolgserlebnis führt wiederum zu mehr Selbstvertrauen.

Erfahrungsgemäß habe ich viel häufiger Bereiche in kleinen Grafiken übermalt oder korrigiert, weil sie mir auf Anhieb nicht gelungen sind. Ich hatte nur wenig Platz zur Verfügung um meine Schatten zu setzen. Je größer meine Fläche nämlich ist, desto weicher kann mein Schatten gesetzt werden und desto stimmiger wirkt das Gesamtbild.

 

Aus groß mach klein – Mehr Details

Viele Künstler verzweifeln daran Details in ihre Zeichnung zu bekommen, dabei ist es gar nicht mal so schwer. Legen wir unsere Zeichnung drei mal so groß an, bleibt uns jede Menge Spielraum das Bild nachher zu verkleinern um so Bildinformationen zu entfernen und so berüchtigte Details zu erzeugen. Unsere Details können wir in der originalen Auflösung z.B. durch Schraffuren andeuten. Skalieren wir unser Bild nun auf bis zu 75% herunter, verschwimmen die Schraffuren ineinander und unsere Zeichnung wirkt klar und deutlich. So präzise hätten wir in der Endauflösung nicht arbeiten können. (Siehe Abbildung)

Tipps und Tricks: Hochauflösend zeichnen zum späteren kleiner skalieren. Beispiel anhand eines Pferdeauges

Ich denke hier wird noch mal deutlich was die heute angesprochene Taktik eigentlich bewirkt. Beim rechten Auge gehe ich übrigens wie folgt vor: Ich nehme mir einen großen, weichen Pinsel und male ohne viel Druck die Schattierungen. Da ich viel Fläche zum malen habe, kann ich hier meine Schattierungen super korrigieren. Anschließend setze ich das ein oder andere Licht und ziehe säuberlich Konturen um die dunkelsten Stellen. Details setze ich durch sanfte Schraffuren und fertig ist das Auge.

 

Ich würde mich freuen, wenn du mir ein Kommentar hinterlassen würdest und mir so mitteilst ob du diesen Trick bereits kanntest oder nicht und ob du ihn auch anwendest. 🤗😊

Bis demnächst, deine Jackie

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