Start in das Jahr 2019
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Start in das Jahr 2019

10. Dezember 2014 – 1 557 Tage sind nun vergangen, als ich mit 16 Jahren mein Gewerbe angemeldet habe. Ich kann mich noch genau an die Aufregung erinnern, die Aufregung der Vorfreude, welche mich davon abhielt einen Monat länger zu warten, um für das Jahr 2014 auf die Steuererklärung zu verzichten. Die Aufregung, weshalb ich am Tag der Anmeldung die Hälfte meiner geplanten Leistungen vergaß. Und dann, nach gefühlten 60 Sekunden, schließlich Webdesigner war. Wow.

Angefangen hatte es mit einer popeligen Jimdo-Baukasten Seite, bis hin zur stylischen Weeblyseite und einer unendlich langen – völlig wahnsinnigen Domain, welche sowohl inhaltlich völlig fern vom eigentlichen Sinn lag, als auch einen Rechtschreibfehler beherbergte:

“jacqueline-klein-photographie.weebly.com” oder war es
“jacqueline-isabelle-klein-photographie.weebly.com” … nee, bestimmt nicht

YEAH! Meine erste Webseite. Ich möchte es nur noch mal klar stellen: Photographie ist tatsächlich ein existentielles Wort, welches lediglich ausgestorben ist. Und für all jene die jetzt denken, auf meiner Seite gab es Fotos zu sehen, die muss ich leider enttäuschen. Hier wurde einfach ALLES veröffentlicht, was ich in meiner Kindheit erschaffen habe… selbst Geschichten… AUF EINER FOTOGRAFIE SEITE! Verstehe einer diese Frau!

Aber ich denke so ein ähnliches Erlebnis haben die meisten in meinem damaligen Alter gemacht, welche völlig stolz ihre ganzen Werke dem Internet präsentieren wollte. (Hoffe ich doch zumindest).

Wie stolz war ich schließlich, als ich meinen ersten Hoster gemietet habe und meine erste eigene Domain besaß: “klein-designs.de” kurz, prägnant, geht ins Ohr und bleibt darin. Wie sagt man so schön? Weniger ist manchmal mehr. Daraus ergab sich jedoch ein neues Problem. Ich hatte keinerlei Ahnung von HTML bzw. Webseitengestaltung.

“Äh was? Wurdest du nicht als Webdesigner eingetragen?”

Ja, Grafikdesigner und Webdesigner… doof nur, dass ich letzteres gar nicht konnte. Wie gut nur, dass es auf one.com so einen tollen Baukasten gab! So habe ich mich schnell an’s Werk gemacht und genau das getan, was ich nicht hätte tun sollen – Eine Webseite erschaffen, welche an die ersten Homepages aus dem Jahre 2000 erinnerten. Weniger ist oftmals mehr… Nach dem ich kurzer Hand unglücklich mit dem Design war, hatte ich mir professionelle Hilfe bezüglich Webdesign geholt. Man hatte mir ein super Programm empfohlen, welches einem Homepage-Baukasten ähnelte. Ich glaube ich habe es bis heute noch kein einziges Mal genutzt. Ich weiß nur, dass es mich ganze 30 Tacken gekostet hat.

Immer noch auf der Suche nach dem richtigen Design, bin ich dann mal irgendwann auf WordPress gestoßen. Und dann fing das Spielchen erst richtig an. Meine Webseite änderte ihr Aussehen nahezu jeden Monat.
(Es ist aber auch schwer das richtige Template für einen zu finden!). Voller Vorfreude als ich schließlich etwas schönes gefunden hatte, musste ich leider feststellen, dass die Designmöglichkeiten nahezu grenzen… gesetzt war. Nach dem Motto: “Nur 99€, schlagen Sie jetzt zu und stellen Sie Ihre Schriftfarbe ein!” – Nein Danke, nicht mit meinem Budget.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Nachdem ich mich schließlich näher mit HTML und CSS beschäftigt hatte, war ich wirklich (wirklich!) stolz, meinen ersten Div Container mit Listenelemente zu erschaffen, der ein wenig aussah wie eine Navigationsleiste. Das war’s dann aber auch, für gefühlte 3 Jahre. Denn von nun an war ich zu beschäftigt um irgendwas neues zu lernen.

So habe ich mehrere Jahre neben der Schule als Grafikdesigner für Spielegrafiken gearbeitet, als auch meine Freundin, Natalie Chrost kennengelernt. Equinepassion, eines ihrer neusten PHP-Projekte. Ein Pferde-Browserspiel. Ganz und gar, genau mein Geschmack. Und so habe ich bis 2018 Pferdchen gemalt und die ein oder andere Webseite entworfen.

Bis ich schließlich mein Zeugnis in der Hand hielt und auf der Suche nach Arbeit war. Da meine Zukunftspläne in einer Firma leider spontan über den Haufen geworfen wurden, musste Plan B her. Aber was wollte ich eigentlich werden? Ich glaube ich hatte 8 Monate Findungsphase benötigt um mich auf einen Beruf zu einigen, den ich später mit Leidenschaft ausführen würde. Denn von 0 auf 100 selbstständig werden, klappt leider in den wenigsten Fällen. Ich hatte mich schließlich auf das Studium als Spieleentwickler geeinigt und mein ganzes Erspartes in den letzten 8 Monaten arbeiten, beiseite gelegt.

Und nun ist es soweit. Ich stehe kurz vor meinen Abschlussprüfungen, sowie der entscheidenden Prüfung, ob ich ins Ausland darf und meinen Bachelor machen kann, oder ob ich mein Geld umsonst in die Vorbereitungszeit gesteckt habe. Eines weiß ich – so oder so hat sich das Studium sehr gelohnt. Ich weiß nun genau, dass ich später Webentwicklerin im Frontend werde und nebenbei mit meinem Hobby ein wenig Geld verdienen möchte. Ich habe tatsächlich alle Ziele erreicht, welche ich mir vor dem Studium gesetzt habe. Theoretisch könnte ich jetzt meine eigenen Browserspiele erstellen… wenn man praktisch gesehen die Zeit dafür hätte. Great.

Nun denn, mit Udemy Kursen nach der Schule, bzw. momentan nach der Arbeit, mach ich mich schlau um neue Inspirationen zur Gestaltung meiner Webseite zu holen. Bis zur Umsetzung muss ich jedoch noch einiges vorbereiten!

Ich bin schon ganz gespannt was die Zukunft bringen wird, im Vergleich zu meinen Leistungen vor 1557 Tagen, kann es nur noch besser werden. Es sei denn… die Sache mit Artikel 13 *hust*

Und damit Arrivederci,
eure Jackie

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